19. Dezember

Josef, der Gerechte

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Das Wort „gerecht“ erinnert an seine moralische Rechtschaffenheit, seine aufrichtige Bindung an die Praxis des Gesetzes und seine Haltung der völligen Offenheit gegenüber dem Willen des himmlischen Vaters. Selbst in schwierigen und manchmal tragischen Momenten hat der bescheidene Zimmermann aus Nazareth nie das Recht beansprucht, Gottes Plan zu bestreiten.

Er erwartete den Ruf aus der Höhe und respektierte schweigend das Geheimnis und ließ sich vom Herrn leiten. Sobald er die Mission erhalten hat, erfüllt er sie mit fügsamer Verantwortung. Er hört dem Engel aufmerksam zu, wenn er gebeten wird, die Jungfrau aus Nazareth als seine Frau zu nehmen (vgl. Mt 1,18-25), sie auf der Flucht nach Ägypten zu begleiten (vgl. Mt 2,13-15) und bei der Rückkehr nach Israel (vgl. ibid., 2,19-23). In wenigen, aber bedeutenden Stellen beschreiben ihn die Evangelisten als den fürsorglichen Hüter Jesu, einen aufmerksamen und treuen Mann, der seine familiäre Autorität in einer ständigen Haltung des Dienstes ausübt.

In der Heiligen Schrift wird nichts anderes über ihn gesagt, aber diese Stille enthält den besonderen Stil seiner Mission: ein Leben, das im Grau des Alltags gelebt wird, aber mit festem Glauben an die Vorsehung.

Stellen Sie die Josefsfigur in den Krippenstall und bedenken Sie, wie können Sie im Grau ihres Alltags Gott dienen?

Jesaja prophezeite die Wiederherstellung von Davids Thron, einen neuen Zweig, der aus der alten Wurzel hervorgeht. Christus ist in zweierlei Hinsicht die Wurzel Isais: Er ist der Nachkomme Davids, des jüngsten Sohnes Isais, und erbte den königlichen Thron. Der Engel sagte Maria voraus: Der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird für immer über das Haus Jakobs herrschen und seine Herrschaft wird ohne Ende sein (Lukas 1, 32-33). Unsere Herzen rufen immer dringender nach Gottes Herrschaft, die sich über die gesamte Menschheit erstreckt: „Komm, rette uns und zögere nicht“. 

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