4. Dezember

Mit Barbara erblühen in Christus

»Du schienst tot, aber bist aufgeblüht zu schönem Leben. So wird es auch mit meinem Tod sein. Ich werde zu neuem, ewigen Leben aufblühen.« Hl. Barbara

Die mythische Geschichte der im Turm eingesperrten Barbara ist eine Variation des Rapunzel-Motivs. Die Geschichte kann als Sinnbild für die Reise des Lebens gelesen werden.

Es gibt Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, in einem Turm eingesperrt zu sein, keine Handlungsspielräume mehr zu haben, wenn wir irgendwie am weitesten von dem entfernt sind, was am erfüllendsten für uns wäre. Da kann es einer ungeheuren Kraftanstrengung bedürfen, um unseren innersten Überzeugungen zu folgen.

Das Leben bietet viel Widerstand gegen die Aufrechterhaltung eines inneren Lebens. Das Festhalten an einer Vision erfordert eine starke Entschlossenheit. Wenn wir jedoch um unser Innerstes kämpfen, schafft es die Vitalität der Seele, viele Gefahren zu überstehen.

Dieses Überleben beinhaltet manchmal scheinbar wundersame Hilfe, die wir Christen der Gegenwart Gottes zuschreiben. Am Ende dieser Reise werden wir wie die heilige Barbara sterben. Wenn wir wie sie stark und loyal gegenüber dem waren, was wir für gut, wahr und schön halten, wäre es ein gutes Leben gewesen. Ein Leben, das in Jesus seine Erfüllung finden wird.

Der Gedenktag der heiligen Barbara wird jedes Jahr am 4. Dezember gefeiert. Viele kennen bestimmt den Brauch, einen frisch geschnittenen Zweig in eine Vase zu stellen, damit er zur Weihnachtszeit blüht.

Zum Schluss ihre Herausforderung des Tages:

Überlegen Sie einmal, was Ihnen in Ihrem Leben das Wichtigste und Liebste ist. Worum dreht sich Ihr Leben?

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